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3. VERWALTUNGSABKOMMEN ZUR WEITERFÜHRUNG DER SANIERUNG DER SÄCHSISCHEN ALTSTANDORTE DURCH DIE WISMUT GMBH UNTERZEICHNET

3. Verwaltungsabkommen zur Weiterführung der Sanierung der sächsischen Altstandorte durch die Wismut GmbH unterzeichnet
Am 05. 07.2019 wurde vom Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Martin Dulig und vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Christian Hirte im Kulturhaus Aktivist in Bad Schlema im Beisein von MdB Alexander Krauß, der sich als Wahlkreisabgeordneter der sich für das Abkommen stark gemacht hatte, Mitgliedern des Landtages, Oberbürgermeister Heinrich Kohl, Bürgermeister Jens Müller, Landrat Frank Vogel, Manfred Speer, dem Leiter Projektträger Wismut-Altstandorte sowie weiterer Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Vereinswesen das 3. Verwaltungsabkommen zur Weiterführung der Sanierung der sächsischen Altstandorte durch die Wismut GmbH unterzeichnet.

Für die Sanierung der als Altstandorte bezeichneten Hinterlassenschaften aus dem ehemaligen Uranerzbergbau, die nicht der Sanierungsverantwortung der Wismut GmbH unterliegen und wieder an private Eigentümer oder Kommunen übereignet wurden, wurden ab September 2003 Verwaltungsabkommen Wismut-Altstandorte zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Bund abgeschlossen. Das darauffolgende ergänzende Verwaltungsabkommen stellte Mittel bis zum Jahr 2022 zur Verfügung. Mit der Unterzeichnung des Abkommens ist nun auch weiterhin die fortlaufende Sanierung sichert. Der Bund und der Freistaat Sachsen stellten zunächst gestaffelt bis zum Jahr 2012 insgesamt 78 Millionen Euro für die Sanierung dieser Objekte zur Verfügung. Durch das ergänzende Verwaltungsabkommen für die Jahre 2013-2022 wurden nochmals zusätzlich 138 Millionen Euro bereitgestellt. Unmittelbar nach dem Abschluss des Verwaltungsabkommens wurde mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen und werden können nun auch weitergeführt werden.
Bis 2015 stehen 299 Mio Euro zur Verfügung. Auch Aue-Bad Schlema ist ein Wismut Altstandort und es gibt und gab unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen.
Halde 65 in Bad Schlema
Die Halde 65 in Bad Schlema wird gerade saniert und es geht gut voran. Die Halde wird abgetragen, mit dem Ziel einer weitgehend uneingeschränkten Nachnutzung der dann sanierten Fläche. Startschuss für dieses Wismut-Großprojekt war im Januar 2018. Abgetragen wird insgesamt gut eine Million Tonnen an Material oder auch fast 500.000 Kubikmeter Boden. Täglich werden rund 3000 Tonnen per LKWs über Aue nach Hartenstein auf die Halde 371 geschafft. Der Platz soll künftig nicht nur für die Durchführung des europäischen Blasmusikfestivals genutzt werden, sondern auch zum Tag der Sachsen 2020. Oberbürgermeister Kohl bedankte sich dafür, dass sich die Wismut dieser Sache angenommen hat.
Markus Semmler Stolln
Im Ortsteil Bad Schlema wurde neben der Haldensanierung auch der Entwässerungsstollen im Markus Semmler Stolln fertiggestellt.
Bei der Beseitigung der Schäden durch den Wismut-Uranbergbau in Sachsen und Thüringen gilt das Projekt Markus Semmler Stollen als das letzte große Untertage-Projekt. Der Bau des 1,2 Kilometer langen Stollens kostete fast acht Millionen Euro. Nach sieben Jahren im September 2018 fertiggestellt, wurde der sogenannte Südumbruch für den Markus-Semmler-Stolln in Bad Schlema seiner Bestimmung übergeben.
Seit dem 16. Jahrhundert dient der Markus-Semmler-Stolln der Grubenentwässerung im Revier Schlema-Schneeberg-Neustädtel. Die Gesamtlänge des Bauwerks beträgt etwa 45 Kilometer. Jährlich fließen 4,8 Milliarden Liter Wasser durch den Stollen in die Zwickauer Mulde. Im Bereich des heutigen Kurparks Bad Schlema war der Stollen durch Geländesenkung vollständig eingebrochen. Der Einbruch des alten Stollens war eine unmittelbare Folge des intensiven Uranbergbaus in der Region. Das Gelände hatte sich in den 1950er-Jahren um mehrere Meter abgesenkt. Damit verlor der alte Stollen nicht nur sein Gefälle, Teile stürzten sogar ein. Seitdem musste das Grubenwasser - immerhin fast fünf Millionen Kubikmeter im Jahr - abgepumpt werden. Der neue Stollen kann die Entwässerung des Reviers in Zukunft ohne elektrische Pumpen gewährleisten.
Aber auch im Ortsteil Aue wird saniert. Ein Großprojekt ist die Hakenkrümme.
Beim Uranerzvorkommen „Freibad“ (Hakenkrümme) erfolgte neben der Uranerzerkundung und -gewinnung an diesem Standort auch eine chemische Uranerzaufbereitung. Die Feinschlämme der Aufbereitung wurden hier auf einem Gebiet von ca. 6 ha in einer Masse von 1,07 Mio. t abgelagert. Bei der Hakenkrümme handelt es sich um eine ehemalige Flussschleife des Schwarzwassers. Der Uranerzbergbau am Standort wurde von 1948 bis 1952 betrieben, die Uranerzaufbereitung wurde erst 1956/57 stillgelegt und anschließend an lokale Verwaltungsbehörden zur weiteren Nutzung übergeben. Im Zuge des Bergbaus wurde der Flussverlauf in diesem Bereich verändert. Bis Anfang der 1980er Jahre wurde das Gelände als Deponie nachgenutzt.
Mitte der 1970er Jahre wurden im südwestlichen Bereich drei Becken zur Fäkalienablagerung angelegt. Nach Beendigung der Nutzung als Deponie erfolgte eine Abdeckung mit Bauschutt. Teilweise erfolgte eine Befestigung mit Betonplatten, um bestimmte Bereiche als Lagerfläche nutzen zu können. Die vorhandene Abdeckung genügt aus radiologischen Gesichtspunkten nicht. Im Laufe der Zeit hatte sich auf der gesamten Oberfläche ein Gras- und Kraut-bewuchs herausgebildet. Die Hakenkrümme wurde vor der Sanierung als Lagerfläche genutzt und es führen eine Reihe von (Wander-)Wegen über diese hinweg. Sanierungsbedarf bestand aus radiologischer Sicht und als konventionelle Altlast.
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